06.05.2014 | Presse

iGZ-Verband:"Zeitarbeit ist Normalarbeitsverhältnis“

iGZ-Landesbeauftragter Armin Zeller zu IAW-Studie.


Ulm, 05.05.2014 
„Es gehört noch immer zu den ganz großen Irrtümern der Politik, Zeitarbeit als atypisches  Ar­beits­ver­hält­nis einzustufen. Sozialministerin Katrin Altpeter sollte eigentlich wissen, dass Mindestlohn und soziale Standards in der Zeit­ar­beits­bran­che längst zum Alltag gehören“, reagierte der iGZ-Landesbeauftragte für Baden-Württemberg, Armin Zeller, auf eine Veröffentlichung des Sozialministeriums BW zu einer Studie des Tübinger Instituts für angewandte Wirtschaftsforschung (IAW) über atypische Beschäftigung.

Bei Zeitarbeitsverhältnissen, von denen fast 90 Prozent unbefristet seien, handele es sich um Normalarbeitsverhältnisse. „Und 89,6 Prozent arbeiten in Vollzeit“, so der Sprecher der Landesbeauftragten im iGZ-Bundesvorstand. Zudem reiche ein Blick in die Statistik der BA um zu sehen, dass sich die Zeitarbeitsverhältnisse in Baden-Württemberg seit sechs Jahren mit rund 100.000 Zeitarbeitskräften auf ei­nem stabilen Niveau bewegen – von ei­nem Anstieg können also kaum die Rede sein. „Offenbar“, so Zeller, „herrscht im Sozialministerium nach wie vor Unkenntnis darüber, dass gerade die Zeitarbeit eine echte Chance darstellt. Denn immerhin 63 Prozent der Zeit­ar­beit­neh­merschaft war vorher beschäftigungslos.“ Außerdem gelten laut Landesbeauftragtem für die Zeitarbeit die gleichen Bedingungen wie in jedem anderen deutschen Angestelltenverhältnis – „Zeitarbeitgeber zahlen die sozialen Abgaben, Urlaubs- und Krankengeld wie jeder andere auch“, nannte er konkrete Beispiele. Auch das Studium des iGZ-Mittelstandsbarometers rate er dringend an: „Laut jüngsten Ergebnissen zahlen 90,7 Prozent der im iGZ organisierten Zeitarbeitsunternehmen profilbezogen übertarifliche Entgelte“, betonte Zeller in diesem Zusammenhang. Von ei­nem Armutsrisiko könne also keine Rede sein – im Gegenteil, Zeitarbeit stelle sogar eine doppelte Chance dar: „Die Zeitarbeit bietet nicht nur ein Sprungbrett zurück auf den Arbeitsmarkt sondern auch die Möglichkeit, ins Stammpersonal der Kun­den­un­ter­neh­men übernommen zu werden. Ein Drittel der Beschäftigten werden laut iGZ-Mittelstandsbarometer von den Firmen, in denen ein Zeit­ar­beit­neh­mer tätig ist, übernommen“, unterstreicht der Ulmer Unternehmer. Er empfehle dringend, Studien über atypische Ar­beits­ver­hält­nisse auf realistische Beine zu stellen.

Quelle:  iGZ (Interessenverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmen e.V.)

adesta hat eine überdurchschnittlich hohe Übernahmequote von über 60 Prozent bei den adesta-Zeit­ar­beit­neh­mern in Kun­den­un­ter­neh­men.